Im Frühjahr 1999 fanden sich einige Gestalten zusammen, abgestoßen durch die in fast allen Leipziger Vereinen vorherrschende diskriminierende, oft rassistische Grundstimmung, um einen eigenen Verein zu gründen, der den herrschenden Vereinen ein alternatives Modell der Fußballkultur entgegenstellen wollte. So begreift sich der Rote Stern Leipzig als linker, antifaschistischer und antirassistischer Verein, der im Rahmen seiner Möglichkeiten auf eben jene gesellschaftlichen Zustände wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus oder Homophobie hinweisen und dagegen anzugehen versucht. Man engagiert sich seit 10 Jahren bei der Vorbereitung und Ausführung der Mondiali Antirazzizti, organisiert Ausstellungen, Lesungen, BAFF-Treffen ect. und versucht gerade durch Jugendarbeit, antidiskriminierende Standards - nicht nur im Fußball-Umfeld - zu vermitteln. Anfang November wurde Roter Stern Leipzig für seine Arbeit mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet.

Ein Beitrag von Maurice Demandt, Tobias Gitter und Lucas Mainka
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